Die Beltquerung und meine Meinung

Tatsächlich alles in trockenen Tüchern?

Ich bin bekennender Gegner der Festen Fehmarnbeltquerung

Nur ca. 5.500 Fahrzeuge queren den Fehmarnbelt. Den Hamburger Elbtunnel bis zu 145.000 Fahrzeuge. Die Fähren sind im Schnitt nur zu 40% ausgelastet.

Die Ostsee ist ein sehr empfindliches Meer. Der geplante Tunnel wäre der längste Absenktunnel der Welt. Auf 18 Kilometern beschädigen wir den Grund der Ostsee und es kann passieren, dass unsere Ostsee auf Jahre hinaus eine “Brühe“ wird.

Ich bin primär kein Gegner des Tunnels, sondern ein Bewahrer unserer Natur, letztendlich unser Existenzgrundlage. Dieses unsinnige Milliarden-Projekt hilft vielleicht Hamburg oder Kopenhagen, uns mit Sicherheit nicht.

Stattdessen riskieren wir Hunderte von Arbeitsplätzen auf den Fähren und bei den Zulieferern. Wir bekommen stattdessen Güterzüge die Hunderte von Metern lang sind und die Lärm und Ruhestörungen mitbringen, besonders an unseren Bäderorten an der Küste. Wir riskieren hier unsere Zukunft.

Neu hinzu kommt jetzt noch die Mautproblematik. Hier scheint es wohl so zu sein, dass Tunnelfahrer mit der Gebühr des Tunnels und der Maut belastet werden. Die Maut kann der Fährfahrer allerdings umgehen. Das werden nach meiner Meinung die „Schnapstouristen“ oft nutzen. Damit wird die Kosten-Nutzen-Rechnung des Tunnels noch schlechter.

Sollte der Tunnel dennoch gebaut werden, sind das meine Ziele:

• Eine gleichberechtigte Zufahrt für den Tunnel und die Fähren, eine sogenannte „Y-Trasse“

• Einen Ausgleich der Nachteile der Gemeinden in Form von Fördermitteln

• Stärkung der Infrastruktur, zum Beispiel durch Verlagerung von staatlichen Institutionen

Für die Hinterlandanbindung sind meine Ziele:

• Einen Lärmschutz an der Trasse, auch über den gesetzlich notwendigen Rahmen hinaus

• Eine Finanzierung der Bahnübergänge ohne Kostenbeteiligung der Kommunen

Die Fehmarnsundbrücke ist derzeit ein Sorgenkind. Auf Druck der SPD Fehmarn und der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn ist die Deutsche Bahn AG in der Pflicht, die in der Vergangenheit nicht durchgeführten Reparaturen an der Brücke, nachzuholen. So wird die Brücke wieder fit gemacht.

Im Zuge der Hinterlandanbindung wird auch die Sundquerung erneuert werden müssen. Hier werden verschiedene Varianten geprüft. Mein Favorit ist ein Bohrtunnel und erstmal der Erhalt unseres Kleiderbügels. Hier muss aber die Variantenprüfung abgewartet werden. Schnellschüsse helfen uns nicht weiter. Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.

Für mich ist der Bau des Tunnels noch nicht in trockenen Tüchern. Ständig verschiebt sich die Planung, erhöhen sich die Kosten und die Kosten-Nutzen-Rechnung wird tendenziell schlechter.

 

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